Aktuelles

Geschlossen.

Wie fast alle anderen mussten auch wir wegen der Pandemie schliessen. Wir hoffen, Sie besuchen uns wieder, wenn das vorbei ist!

Unwirklich - auch für uns:

Donnerstag, 12.3. morgens: Wir sprechen darüber, dass wir hoffen, noch zwei Wochen normale Saison haben zu können. Am Abend vorher wurde in unserem Dorf noch diskutiert ob die Schule geschlossen werden soll - im Nachbardorf waren die ersten Fälle und dort sassen 1000 Menschen in Quarantäne. Unsichere Zeiten, die Mitarbeiter wurden sicherheitshalber informiert über bevorstehende Kurzarbeit.

Donnerstag, 12.3. abends: Verstehen wir nicht oder wollen wir nicht verstehen? Die Regierung schliesst den Zugang zu Norwegen? Gäste sollen 14 Tage in Quarantäne? Und unsere Gäste, die Samstag ankommen sollten? Die könnten ja hier 14 Tage bleiben statt 7? Hier war es ja sicher?

Freitag, 13.3. frühmorgens: FREITAG DER 13., haha. Oh ja, das wurde er leider. Das Video vom Amsterdamer Flughafen war nicht miszuverstehen. Die meisten kehrten um als die Lautsprecher die neuen Regeln verkündigten. Posteingang von emails - eine Abbestellung nach der anderen. Norwegische Gäste waren aufgefordert zu Hause zu bleiben, Reiseveranstalter riefen an aus den Niederlanden, Frankreich, Deutschland. Force Majeure, keine Gäste, kein Geld.

Freitag 13.3., 15 Uhr: Eine kleine Gruppe Amerikaner waren schon in Norwegen und sollte nächste Woche zu uns kommen. Wenn man den Gemeindearzt anrufen muss ob man Gäste entgegennehmen kann... Länder führten Restriktionen ein im Minutentakt, die Quarantäneauflagen waren streng und lagen in der Hand des lokalen Gesundheitsamtes. Wir hofften und der Arzt war positiv - aber wir sahen die Realität. Sonntag würde der letzte Tag sein. Eine deutsche Familie entschied sich dann auch noch früher zu reisen, damit war Samstag schon Schluss. Um 19.30 Uhr war der norwegische Hotelverband noch für Fragen telefonisch zugänglich, ganz fantastisch

Samstag 14.3., 11 Uhr: Alle Gäste abgereist. Ein neues Krisengespräch mit unserem Team. Alle werden in Kurzarbeit entlassen und gleichzeitig die Aufforderung so schnell wir möglich ins Heimatland zurückzukommen. Ein Schock. Zerplatze Träume vom Leben im Schnee, in Skandinavien, von langen Reisen und Freiheit, ein plötzliches Ende eines schönen Teams. Ein paar Tränen. Selbst sind wir zu 75%, in Kurzarbeit, 25% Hausmeister mit dem Versuch, das Hotel über diese schwere Zeit zu bringen.

Dienstag 17.3., 7.30 Uhr: Die letzte unserer "Familie", die wir noch umarmen konnten, reist ab.  Francisca aus Portugal.

Heute, Mittwoch 18.3.: Nicht mal eine Woche ist vergangen. Uns geht es gut, wir fühlen uns wieder mal priviligiert hier wohnen zu dürfen. Wir wünschen Ihnen alles Gute und Gesundheit und freuen uns auf den Tag, an dem wir Sie hier wieder begrüssen können!

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Eine Erinnerung an unser Team, unsere kleine Familie der letzten Tage. Kann ohne Gefahr umarmt werden...